Damen Kostüm Neandertalerin kaufen

Damen Kostüm Neandertalerin – die Gestalt

Gestalt: Der Neandertaler war ein kräftiger Bursche. Die Gestalt eines Steinzeitmenschen läßt sich auf Grund der fossilen Skelette gut rekonstruieren. Er war insgesamt kleiner und kompakter als ein Jetztzeit – Mensch. Die anatomischen Unterschiede zum modernen Menschen sind deutlich, trotzdem läge seine Gestalt noch in der Variationsbreite des heutigen Menschen. Auch innerhalb der Neandertaler gab es körperliche Unterschiede, hier wird das typische Aussehen beschrieben.

Der Kopf: Der Kopf zeichnete sich durch einen langen Schädel mit flacher Stirn, herausragenden Kiefern, überstehenden Augenwülsten und großen Nasen aus, ein Kinn fehlte. Die Nasen lassen auf einen, im Vergleich zum Heute – Mensch, überragenden Geruchssinn schließen. Insgesamt war das Gesicht breiter als beim modernen Menschen. Der größte anatomische Unterschied beim Kopf besteht im unterschiedlichen Bau des Innenohrs, hier ist der Unterschied wie zwischen einem Schimpansen und Mensch. Auffällig bei den Zähnen sind vor allem die besonders großen Schneidezähne, die anscheinend auch als Werkzeug dienten.

Oberkörper / Gliedmaßen:
Der stämmige Körper des Neandertalers wird beim männlichen Geschlecht bei einer Größe um die 1, 60 Meter auf ein Gewicht von immerhin 60 bis 80 kg berechnet, viel mehr als der längere, aber grazilere Homo sapiens. Vor allem die Brust- und Rückenmuskeln müssen sehr stark gewesen sein. Aber auch die kürzeren Beine und die Knie- und Fußanatomie weisen eine außerordentliche Belastungsfähigkeit auf. Interessant ist die Asymmetrie des Körpers, der rechte Arm war sowohl seitens der Knochen als auch der Muskeln wesentlich stärker ausgeprägt als der linke.
Insgesamt läßt der Körperbau den Schluß zu, daß der Neandertaler zu großen körperlichen Leistungen fähig war, wenn auch nicht unbedingt als ausdauernder Langstreckenläufer, sondern eher für kurzzeitige Kraftakte. Vollkommen falsch ist das Bild eines mühsam gerade mal auf zwei Beinen gehenden Menschen Verwandten.

Wie verwandt sind wir ihm und wo hat er gelebt.

Der Homo neanderthalensis ist ein vor ungefähr 30000 Jahren ausgestorbener Verwandter des heutigen modernen Menschen (Homo sapiens). Bei dieser biologischen lateinischen Nomenklatur wird von zwei getrennten Arten ausgegangen, wären es zwei verwandte Unterarten würde es möglicherweise Homo sapiens neanderthalensis und Homo sapiens sapiens heißen. Dies ist bis heute wohl nicht ganz klar, da man nicht festgelegt hat, wie groß Abweichungen in der Gestalt und im Genom sein dürfen, um als eigenständige Art zu gelten. Sicher scheint, daß beide Hominiden den gleichen Vorfahren, Homo erectus aus Afrika, hatten. Sicher ist, daß beide Arten eine Zeitstrecke gleichzeitig existierten, wobei eine Vermischung zwischen beiden für unwahrscheinlich gehalten wird.

Fundstätten

Einer der ersten Fundorte fossiler Skeletteile im 19. Jahrhundert war das Neandertal bei Düsseldorf, daher auch der Name. Dabei gab es in Belgien schon früher Funde. Aber wie so oft wurden wissenschaftliche Befunde geleugnet oder waren unter Gelehrten umstritten, so daß man in diesen Fällen von deformierten, sprich krankhaften Veränderungen des Skeletts moderner Menschen ausging. Es dauerte also etwas, bis die Wissenschaft die Eigenständigkeit akzeptierte.
Es gibt um die 300 Funde von Neandertalern. Die meisten wurden in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Belgien und Portugal gemacht, so daß angenommen wird, daß das Hauptsiedlungsgebiet der Süden und Südwesten Europas war. Durch Funde im Nahen Osten und Asien sind aber weitere Ausdehnungen belegt. Die Fossilien, die in Italien gefunden wurden, wurden auf ein Alter von ca. 120000 Jahre berechnet und die Funde aus dem Neandertal und aus Asien auf ungefähr 40000 Jahre.^

Verhalten

Neandertaler wie in manchen Filmen als affenähnliche Wesen darzustellen ist diskriminierend. Neandertaler besaßen nicht nur körperliche Fähigkeiten, sondern, nach neueren Erkenntnissen, auch geistige, die Forscher früher nur dem modernen Menschentyp zuordneten. Warum er trotzdem ausstarb, ist bis heute nicht geklärt.

Sprache: Voraussetzung für Sozialverhalten ist die Kommunikation, im besten Fall die Sprache. Da bei einem Neandertalerfundort ein Zungenbein gefunden wurde und darüber hinaus auch das für die Sprachfertigkeit verantwortliche Gen identifiziert werden konnte, ist davon auszugehen, daß Neandertaler miteinander sprechen konnten.

Ernährung: Neandertaler waren genau wie der moderne Mensch „Allesfresser“, d.h. sie ernährten sich sowohl von pflanzlicher wie tierischer Kost. Sie waren auch schon in der Lage, Feuer zu machen und damit die Nahrung verträglich aufzunehmen. Entscheidend für den Erwerb tierischer Kost, war die Fähigkeit zur Jagd, zu der man die entsprechenden Waffen brauchte. Neandertaler besaßen Holzspeere mit an der Spitze befestigten scharfen Keilen. Neben den Waffen bewundert man vor allem den Mut dieses Menschentyps, der nur mit einfachen Speeren bewaffnet Mammuts, Bären, Wölfe und ähnliches erlegte. Dabei gingen sie, nicht nur auf der Jagd, geplant und organisiert arbeitsteilig vor.

Handwerk: Steinzeitmenschen hatten Steinwerkzeuge und Werkzeuge aus Knochen oder aus Muscheln. Daneben besaßen sie anscheinend auch Sinn für Künstlerisches und Symbolisches. So wurden vielfach Farbpigmente und bemalte Utensilien gefunden. So schien es auch schon Schmuckstücke zu geben. Neandertaler haben ihre Toten begraben oder in Höhlen abgelegt. Zu den Toten wurden Grabbeilagen hinzugegeben.

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